Die ehrliche und kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an.
Wir arbeiten regelmässig mit Unternehmen in der ganzen Schweiz und im DACH-Raum zusammen. Die Frage, die uns vor einem ersten Gespräch am häufigsten gestellt wird, ist immer eine Variante von: «Können Sie mir vor unserem Gespräch eine Preisspanne für ein solches Projekt nennen?» Deshalb geben wir hier eine ausführliche Antwort, basierend auf echten Projekten, echten Kunden und dem echten Schweizer Markt.
Am Ende wissen Sie, was den Preis bestimmt und welcher Betrag für Ihre konkrete Situation fair ist.
Der Preis eines Website-Projekts hängt von vier Hauptfaktoren ab. Wer sie kennt, sieht sofort, wo das eigene Projekt preislich liegt.
1. Template oder individuelles Design?
Das ist bei jedem Website-Projekt der grösste Kostenfaktor.
Mit einem Template zu starten heisst, ein fertiges Layout auszuwählen und Markenfarben, Schriften, Texte, Bilder und Struktur anzupassen. Die gestalterische Grundlage ist bereits vorhanden. Das geht schneller, ist günstiger und für viele Unternehmen die richtige Wahl. Ein gut ausgewähltes und sorgfältig angepasstes Template kann wirklich professionell aussehen und bei Suchmaschinen gut abschneiden.
Individuelles Design heisst, bei null anzufangen. Ein Designer gestaltet jede Sektion, jede Komponente und jede Interaktion von Grund auf. Keine Kompromisse beim Markenauftritt, keine Einschränkungen aus dem Template eines anderen. Das braucht deutlich mehr Zeit und kostet entsprechend.
Keine der beiden Varianten ist per se besser. Ein Start-up, das einen neuen Service testet, braucht keine vollständig individuelle Website. Ein etabliertes Unternehmen in einem Premiummarkt wahrscheinlich schon.
Ansatz | Typische Preisspanne (CHF) | Ideal für |
|---|---|---|
Template-basiert | 2’000 – 4’000 | Start-ups, MVPs, Validierung von Ideen, einfache Dienstleistungs-Websites |
Semi-individuell (Template + umfassende Anpassung) | 4’000 – 6’000 | KMU, Rebrandings, wachsende Unternehmen |
Vollständig individuelles Design & Entwicklung | 6’000 – 15’000+ | Premiummarken, komplexe Websites, Marktführer, umfangreiche Integrationen oder Automatisierungen |
2. Webflow oder Framer?
Beides sind professionelle No-Code-Plattformen, doch einige Unterschiede helfen Ihnen bei der Wahl.
Webflow ist die leistungsstärkere Option für komplexe Projekte. Es bietet ein voll ausgestattetes CMS, umfassendere SEO-Einstellungen, mehr Integrationsmöglichkeiten und mehr technische Flexibilität für grosse oder inhaltsreiche Websites. Brauchen Sie einen Blog mit Hunderten von Beiträgen, eine HubSpot-Integration, eine mehrsprachige Website, eine dynamische Karte oder einen strukturierten Produktkatalog, ist Webflow das richtige Werkzeug.
Framer ist schneller in der Umsetzung und glänzt bei visuell geprägten Websites. Es ist die bessere Wahl für MVPs, Landingpages, Personal Brands und Websites, bei denen Animationen und Ästhetik das Erlebnis prägen. Für intensive CMS-Nutzung oder komplexe Backend-Integrationen eignet es sich weniger.
Was das für die Kosten bedeutet: Ein Framer-Projekt mit vergleichbarer Komplexität ist in der Regel 15–25 % günstiger als ein Webflow-Projekt, weil die Entwicklung schneller geht. Braucht Ihr Projekt aber die Möglichkeiten von Webflow, wählen Sie mit Framer zum Sparen das falsche Werkzeug. Die Ersparnis ist weg, sobald Sie ein paar Monate später an die Grenzen der Plattform stossen.
3. Mit oder ohne CMS?
Ein CMS (Content-Management-System) brauchen Sie, wenn Vorlagenseiten einfach aktualisiert werden sollen, zum Beispiel für Blog, Teammitglieder, Produkte, Standorte und vieles mehr.
Ohne CMS ist die Website statisch. Ein neues Teammitglied, eine geänderte Leistungsbeschreibung, neue Preise: Alles erfordert manuelle Änderungen an der einzelnen Seite und eine erneute Veröffentlichung. Für eine einfache Präsentations-Website mit stabilen Inhalten, die sich kaum ändern, ist das völlig in Ordnung.
Mit CMS melden Sie sich oder jemand aus Ihrem Team bei Webflow oder Framer an und fügen Inhalte direkt hinzu oder aktualisieren sie. Blogbeiträge, Projektportfolios, Teamseiten, Stellenangebote, Veranstaltungskalender: Alles lässt sich über ein übersichtliches, benutzerfreundliches Dashboard verwalten.
Die Einrichtung eines CMS braucht Zeit und kostet daher etwas. Die Spanne hängt davon ab, wie viele Inhaltstypen Sie brauchen und wie sie zusammenhängen: Eine einzelne Blog-Collection ist einfach, ein CMS mit mehreren verknüpften Collections (Beiträge, Autoren, Kategorien, verwandte Projekte) ist in der sauberen Konzeption deutlich anspruchsvoller.
Rechnen Sie für ein sauber strukturiertes CMS mit zusätzlich CHF 1’000–3’000.
Wenn Sie regelmässig Inhalte veröffentlichen möchten (was Sie aus SEO-Gründen tun sollten), ist ein CMS kein optionales Extra.
4. Was ist inbegriffen?
Prüfen Sie immer, was im Angebot enthalten ist, bevor Sie Zahlen vergleichen.
SEO-Grundeinrichtung
Eine sauber gebaute Website sollte standardmässig Folgendes enthalten: eine semantische HTML-Struktur, Meta-Titles und Meta-Descriptions auf jeder Seite, Open-Graph-Tags für Social Media, eine XML-Sitemap, Canonical-Tags und Alt-Texte für Bilder. Das ist keine fortgeschrittene SEO, sondern die Basis. Manche Agenturen verrechnen sie zusätzlich, andere lassen sie ganz weg.
Fortgeschrittene SEO wie Keyword-Recherche, Inhaltsarchitektur und strukturierte Daten ist eine separate, laufende Leistung.
Performance-Optimierung
Webflow und Framer sind im Vergleich zu einer WordPress-Website voller Plugins von Haus aus schnell. Einige wichtige Optimierungen erfordern aber gezielte Arbeit: optimierte Bildformate (WebP), Lazy Loading, eine durchdachte Strategie zum Laden der Schriften und die Verwaltung von Drittanbieter-Skripten. Eine gut optimierte Website sollte bei Google PageSpeed Insights über 90 Punkte erreichen. Lassen Sie sich Live-Beispiele zeigen.
Animationen und Interaktionen
Scroll-Animationen, Hover-Effekte, Seitenübergänge, Parallax-Effekte: Sie werden einzeln umgesetzt und sind standardmässig nicht enthalten. Einfache Interaktionen sind bei individuellen Projekten oft inbegriffen. Komplexe, filmreife Animationssequenzen werden separat definiert und offeriert.
Integrationen
Bei Integrationen wird ein Projekt technisch spannend, und hier wächst der Umfang am schnellsten. Häufige Integrationen bei Schweizer Unternehmen sind:
CRM (HubSpot, Salesforce): Kontaktformulare, die direkt in Ihren Vertriebsprozess einfliessen
Karten (Google Maps, individuelle Einbettungen): nützlich für Unternehmen mit mehreren Standorten oder Dienstleistungen vor Ort
Newsletter-Plattformen (Mailchimp, Klaviyo, GetResponse): E-Mail-Erfassung und automatisierte Newsletter
Buchungssysteme (Calendly, individuelle Abläufe)
Analytics (Google Analytics 4, Plausible)
E-Commerce (Webflow Commerce oder Shopify Buy Button)
Automatisierungs-Workflows (Zapier, Make, n8n), um das Potenzial Ihrer Website wirklich auszuschöpfen
Jede Integration erweitert den Umfang. Rechnen Sie je nach Komplexität mit CHF 500–2’000 pro Integration. Ein Kontaktformular, das einen Lead im CRM anlegt, einer Person im Team zuweist und eine Willkommens-E-Mail-Sequenz auslöst, ist eine einfache Automatisierung.
So sehen echte Projekte aus
Damit die Spannen oben greifbar werden, hier, was man dafür konkret bekommt:
CHF 2’000 – 4’000: Template-basierte Website in Webflow oder Framer, 4–6 Seiten, kein CMS, Standard-SEO-Einrichtung, ein Kontaktformular. Sauber, professionell und schnell online. Passend für Freelancer, kleine lokale Unternehmen oder Produktlancierungen, die einen glaubwürdigen Webauftritt ohne Komplexität brauchen.
CHF 5’000 – 8’000: semi-individuelles Design, 6–10 Seiten, CMS für Blog oder Portfolio, vollständige SEO-Einrichtung, ein bis zwei Integrationen (Formular ans CRM, Google Analytics). Das ist die häufigste Spanne für Schweizer KMU, die ihre erste wirklich professionelle Website in Auftrag geben.
CHF 8’000 – 12’000: vollständig individuelles Design und Webflow-Entwicklung, Website mit vielen Sektionen, vollständiges CMS mit mehreren Inhaltstypen, fortgeschrittene SEO, individuelle Animationen, zwei bis drei Integrationen. Typisch für etablierte Unternehmen, bei denen die Website ein zentrales Vertriebs- und Markeninstrument ist.
CHF 12’000 – 20’000+: komplexe Plattformen: mehrsprachige Websites, E-Commerce, Mitgliederbereiche, API-Integrationen mit bestehenden Geschäftssystemen, umfangreiche Automatisierungen und Workflows. Solche Projekte gehen weit über Webdesign hinaus, reichen bis in die technische Produktentwicklung und sind ein echter Mehrwert für Ihr Unternehmen.
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Michelangelo Digital Media ist eine Webflow- und Framer-Agentur, die mit Personal Brands, KMU und etablierten Unternehmen im ganzen DACH-Raum und international zusammenarbeitet.






